Bagan und die Myanmarfoundation



Bagan:
In den vergangenen Tagen haben wir sieben Schulen in umliegenden Dörfern besucht und insgesamt 2000 Kinder mit Zahnbürsten und -pasta versorgt und mit ihnen zusammen Zähne geputzt.
Mit im Gepäck war wie die letzten zehn Jahre natürlich unser Krokodil Joe, das gerade bei den kleinen Menschen sehr großen Anklang findet.
Was für uns zum morgendlichen und abendlichen Ritual gehört, ist hier für sehr viele Kinder etwas ganz Neues. So konnten wir nicht selten beobachten, dass manche Kinder scheinbar das erste Mal eine Zahnbürste in der Hand hielten. Karies hat hier eigentlich jeder…
Trotz dessen war es erstaunlich mit anzusehen, wie motiviert und geschickt sie die kleine Zahnputzübung absolviert haben.

Was uns zutiefst beeindruckt, ist die Gastfreundschaft und die Mentalität, die die Burmesen an den Tag legen. Jeder sagt hier mit einem Lächeln im Gesicht „hallo“.
An allen Schulen wurden wir reichlich verpflegt und haben sogar noch Obst geschenkt bekommen und das obwohl wir uns vor allem in ärmeren Regionen/Dörfern bewegt haben.

Hier trafen wir auch auf die Myanmar Foundation, mit der schon die vergangenen Teams gearbeitet haben und besuchten die Ferdi Boarding School.
Sie wurde von der Myanmarfoundation im Jahr 2013 gegründet. Hier leben vorwiegend Waisenkinder und sozial benachteiligte Kinder im Alter von 13-18 Jahren.
Vormittags gehen sie zur örtlichen High School, nachmittags werden sie im Ferdi Boarding Home unterrichtet, um die Qualifikationen für die Universität erreichen zu können, was ihnen sonst verwehrt bleiben würde.

Auch hier putzten wir mit den schon etwas älteren Kindern Zähne und verteilten Zahnbürsten und -pasta. Es war schön mit anzusehen, wie gut die meisten Kinder schon Zähne putzen konnte und wie gut somit unser Projekt hier nachhaltend bereits gewirkt hat.
Zurzeit wird die Schule renoviert, da Hochwasser das ebenerdige Gebäude im letzten Jahr sehr stark in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Ebenfalls bemerkenswert war die Stadt selbst. Wir hatten das Glück Bagan bei strahlendem Sonnenschein kennenzulernen und so konnten wir es mit gemieteten E-Bikes erkunden. Mit seinen über 2000 Tempeln und Pagoden wird Bagan deshalb auch als „geistiges Erbe des antiken Burmas“ bezeichnet.
Am Abend gab es dann noch ein Festival mit ganz vielen Streetfood-Ständen, Musik und einer großen Zeremonie, bei der viele junge Mädchen, die sich alle sehr herausgeputzt haben, in einer Parade Geld der Pagode gespendet habe.

Unser nächstes Ziel wird für zwei Tage Kalaw sein, worauf wir uns schon sehr freuen.